Bäume in der Troisdorfer Fussgängerzone – Grüne fordern Sachlichkeit statt irreführender Falschmeldungen von SPD und Linken

Edith Geske, Fraktionsvorsitzende wendet sich gegen Täuschung der Öffentlichkeit:

“SPD und Linke ignorieren seit 2013 ihre eigenen Beschlüsse im Umwelt- und Verkehrsausschuss, wo sie dem Ersatz der halben Platanenallee, dem Planungskonzept des Büros FSWLA und dem differenzierten Antrag der Fraktionen von CDU und GRÜNEN zugestimmt hatten! Linke und SPD ignorieren die Wünsche von AnwohnerInnen und Geschäftsleuten. Sie verunglimpfen den von der Stadt Troisdorf beauftragten unabhängigen Baum-Sachverständigen, weil ihnen die Ergebnisse der Gutachten nicht gefallen.

Im Oktober 2010 hatte der Umwelt- und Verkehrsausschuss das Baumaustauschprogramm einschließlich Prioritätenliste für die folgenden Jahre (mit 8 von 16 Hochbeet-Platanen in der Kölner Straße) einstimmig und ohne Enthaltung beschlossen. Damit hatten auch SPD und der linke Stadtverordnete dem Ersatz der halben Platanenallee in der Fußgängerzone zugestimmt! Ebenso hatte die SPD mit allen anderen Fraktionen dem Konzept des Planungsbüros FSWLA, welches den Ersatz aller Hochbeet-Bäume einschließlich Platanenallee vorsah, als Basis der Planung zugestimmt (UVA, Mai 2013).

Dann kam Wahlkampf. Im Juli 2013 hatte der linke Stadtverordnete als Einziger dagegen gestimmt, dass der Planungsentwurf in einer Bürgerinformationsveranstaltung vorgestellt wird! Die Bürger-Forderungen nach weniger Verschattung, nach größeren Kronenabständen zu Fassaden und nach besser und barrierefrei zugänglichen Ladeneingängen passen nicht zu irreführenden linken Hetzkampagnen.

Den bedingungslosen Antrag des linken Stadtverordneten, „alle gesunden Bäume“ zu erhalten, hatten alle Ratsfraktionen einschließlich SPD abgelehnt (UVA, September 2013). Und der SPD-Antrag, „die Baumallee auf jeden Fall” (also auch bedingungslos) zu erhalten, wurde von allen anderen Fraktionen abgelehnt. Dagegen hatten alle Ratsfraktionen (auch die SPD) und der linke Stadtverordnete den differenzierten Änderungsanträgen von CDU und GRÜNEN zum Erhalt der nach Baumgutachten erhaltenswerten Bäume und zur größtmöglichen Schonung der Bäume bei Baumaßnahmen zugestimmt! Bei Enthaltung des linken Stadtverordneten hatten sich auch alle Fraktionen für Purpur-Eschen anstatt Gleditschien als neue Baumart entschieden (UVA, Januar 2014). Haben die Linken das verschlafen oder betreiben sie in Anzeigen und Flugblättern absichtliche Irreführung?

Die GRÜNE Fraktion kritisiert entschieden die unsägliche Diffamierung der Fachbüros sowie Agitation und Hetzkampagnen! Die BürgerInnen haben ein Recht darauf, dass sich ihre gewählten VertreterInnen um sachgerechte Diskussion und Mitarbeit an praktikablen Lösungen bemühen. Dafür hatte sich die GRÜNE Fraktion von Anfang an engagiert und letztlich werden die GRÜNEN sich für ein ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltiges Konzept zur Sanierung der Fußgängerzone entscheiden.“

Thomas Möws, Stadtverordneter im Umwelt- und Verkehrsausschuss:

“Platanen sind die falsche Baumart in viel zu kleinen Hochbeeten und weitere Wurzelschädigungen durch die notwendige Sanierung der Hausanschlussleitungen in der Fußgängerzone sind unvermeidlich. Nach wie vor gilt: Wer den Erhalt dieser Bäume fordert, muss sagen, wie das gehen soll. Dazu sind SPD und Linke jede fach- und sachgerechte Antwort schuldig geblieben. Sie verteidigen nur alte Fehlentscheidungen und wollen diese für die Zukunft fortschreiben!“