Grüne Ratsfraktion stimmt für standortgerechte Neupflanzung

FGZ-a, 21.4.15, EGPressemitteilung der Grünen Fraktion im Rat der Stadt Troisdorf

Die Grüne Fraktion hat sich gestern Abend einstimmig für eine nachhaltige Sanierung der Troisdorfer Fußgängerzone nach der aus dem Siegerentwurf entwickelten Fachplanung der Landschaftsarchitekten entschieden.

Die Fraktionsvorsitzende Edith Geske freut sich über den einvernehmlichen Beschluss und meint dazu:

„Nach ausführlicher Beratung der vorgestellten Planungsvarianten haben wir uns für eine standortgerechte Neupflanzung, die sich in wenigen Jahren zu einer charaktervollen Baumreihe mit schönem Blätterdach entwickeln kann, entschieden. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um für die gesamte Fußgängerzone nach einem durchdachten, zukunftsweisenden Gesamtkonzept moderne und fachgerechte Verbesserungen umzusetzen und dafür vorhandene Landesfördermittel zu nutzen.

Für uns GRÜNE sind auch bessere und sichere Zugänge zu den Geschäften, mehr Barrierefreiheit und attraktivere Sitzgelegenheiten unter schönen, frei sich ausbreitenden Baumkronen sehr wichtig.

Dauerhafte Baumschäden durch die anstehenden Sanierungsarbeiten, Verstümmelung der Baumkronen durch Sicherungsrückschnitte und allmähliches Absterben der Platanen in den folgenden Jahren sind für uns ebenso wenig akzeptabel wie engere Wege, neue Stolperstellen und jahrelanges Ausbessern von Schadstellen.

Über die Planungsvarianten hätten wir uns gerne auch mit Herrn Deutschle ausgetauscht.  Aber an einer fachlich fundierten Diskussion hatte er offensichtlich kein Interesse.

Wir haben Verständnis dafür, dass er als ehemaliger Leiter des städtischen Grünflächenamtes seine Arbeit verteidigt und sie auch weitergeführt sehen will. Die fehlerhaften Baumpflanzungen, die in vielen Städten gemacht wurden, entsprachen dem damaligen Zeitgeist. Aber sie lassen sich nicht durch nachträgliche Hilfsmaßnahmen verbessern.“

Für Thomas Möws, Mitglied im Umweltausschuss, stellen sich Fragen nach dem Sinn der Unterschriftensammlungen von SPD und Linken:

„Die Unterschriftensammlungen für den allgemeinen Wunsch nach „Erhalt der Bäume“ hatten keinen diesem Zweck dienenden Grund. Denn es ging nicht um ein ordentliches Bürgerbegehren mit fachlich fundierter Information zu Planungsalternativen. Statt dessen wurden Emotionen geschürt, einfache aber fachlich nicht haltbare Behauptungen pressewirksam verkündet sowie politische Gegner und hochqualifizierte Sachverständige diffamiert. Jetzt stehen SPD und Linke ohne fachlich überzeugendes Konzept zur Verwirklichung dieses „Bürgerwunsches“ da.“