Einführung eines Troisdorf-Passes, „TroPass“

09.11.2016

Der TroPass soll Menschen mit geringem Einkommen ermöglichen, Rabatte auf verschiedene Entgelte zu erhalten. Dies sind vorwiegend Bezieher*innen von Arbeitslosengeld II und Sozialhilfe nach SGB XII und Troisdorfer*innen, deren laufendes monatliches Einkommen maximal 30 % über diesem Bedarfssätzen liegt. Berechtigt sind ferner Bezieher*innen von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, von wirtschaftlicher Jugendhilfe nach SGB VIII, Wohngeldempfänger*innen  sowie Bezieher*innen von Kindergeldzuschlag.

Beschlussentwurf:

Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, ob und wie die Einführung eines „Troisdorf Passes“, TroPass, analog zum „Köln Pass“ umsetzbar ist.
Zentraler Punkt der Prüfung ist die Frage, welche Möglichkeiten die städtischen und stadtnahen Einrichtungen haben, Inhaber*innen des TroPasses ein möglichst breites Spektrum an Leistungen mit Ermäßigungen oder Sondertarifen anbieten zu können.

Insbesondere gilt dies für

  • das Kulturamt der Stadt Troisdorf
  • die Bäder GmbH
  • die Volkshochschule (VHS)
  • die Musikschule der Stadt Troisdorf
  • die städtischen Museen
  • die Stadtbibliothek

Darüber hinaus wird die Verwaltung gebeten, auch private Sport-, Freizeit- und Kultureinrichtungen in die Prüfung einzubeziehen und zu klären, ob diese ggfls. auch bereit wären, Eintrittspreis-Vergünstigungen für TroPass-Besitzer*innen einzuführen.

 

Begründung:

Das durch die Grüne Fraktion durch die Einführung eines TroPasses angestrebte Ziel ist eine Stabilisierung und Verbesserung des kommunalen Netzes sozialer Hilfen, um die Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen und Tendenzen der sozialen Ausgrenzung und Isolation entgegen zu wirken. Insbesondere in Zeiten notwendiger Gebühren- und Preisanpassungen in unterschiedlichsten städtischen Bereich, wollen wir die Ausgrenzung einkommensschwacher Personen von kulturellen Angeboten verhindern.

Erwerbstätige mit geringem Einkommen, die es schaffen, Ihren Lebensunterhalt ohne Transferleistungen nach dem SGB II sicherzustellen, Erwerbslose, aber auch Senior*innen mit geringer Rente oder Grundsicherung: Ihnen allen soll durch die Ticketermäßigung ein besserer Zugang zu städtischen, stadtnahen oder auch privaten Kultur- und Freizeitangeboten ermöglicht werden. Für Erwerbslose, die sich in Qualifizierungsmaßnahmen befinden bzw. auf Arbeitssuche sind, ist dies von besonderer Relevanz.

 

Ansprechpartner: Robert Wendt