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Grüne Ratsfraktion stimmt für standortgerechte Neupflanzung

FGZ-a, 21.4.15, EGPressemitteilung der Grünen Fraktion im Rat der Stadt Troisdorf

Die Grüne Fraktion hat sich gestern Abend einstimmig für eine nachhaltige Sanierung der Troisdorfer Fußgängerzone nach der aus dem Siegerentwurf entwickelten Fachplanung der Landschaftsarchitekten entschieden.

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Bäume in der Troisdorfer Fussgängerzone – Grüne fordern Sachlichkeit statt irreführender Falschmeldungen von SPD und Linken

Edith Geske, Fraktionsvorsitzende wendet sich gegen Täuschung der Öffentlichkeit:

“SPD und Linke ignorieren seit 2013 ihre eigenen Beschlüsse im Umwelt- und Verkehrsausschuss, wo sie dem Ersatz der halben Platanenallee, dem Planungskonzept des Büros FSWLA und dem differenzierten Antrag der Fraktionen von CDU und GRÜNEN zugestimmt hatten! Linke und SPD ignorieren die Wünsche von AnwohnerInnen und Geschäftsleuten. Sie verunglimpfen den von der Stadt Troisdorf beauftragten unabhängigen Baum-Sachverständigen, weil ihnen die Ergebnisse der Gutachten nicht gefallen.

Sanierung der Fußgängerzone

Die Troisdorfer Fußgängerzone ist in großen Teilen sanierungsbedürftig.

Bodenbeläge müssen immer wieder stellenweise ausgetauscht oder mit Asphalt ausgebessert werden, weil sich das Pflaster gelockert hat. Die ursprünglichen roten Pflastersteine sind zu glatt, so dass bei Regenwetter Rutschgefahr besteht. An Stolperstellen sind einzelne Personen verunglückt. Solche Stolperstellen muss die Stadt beseitigen und für weitgehende Barrierefreiheit sorgen.

Die meisten Bäume können erhalten werden. Die Baum-Einzelreihen (Ahornarten) werden sogar mit zusätzlichen Bäumen ergänzt und an den Plätzen wird jeweils ein Blütenbaum gepflanzt. Die Schnittplatanen am Fischerplatz und daneben die Einzelplatane im großen Rundbeet bleiben erhalten. Nach Sanierung wird die Fußgängerzone insgesamt durch mehr Bäume gegliedert als bisher.

Die Baum-Hochbeete sind marode (siehe Fotos unten). Sie nehmen viel Platz ein und teilweise engen sie die Zugänge zu Geschäften oder Gaststätten stark ein. Durch neue ebenerdige Baumscheiben können Engstellen beseitigt und barrierefreie Geschäftseingänge geschaffen werden.  Baumscheibe1

Baumscheibe2

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Einige Bäume in den engen Hochbeeten sind nicht dauerhaft überlebensfähig.

Bei der Pflanzung vor 25 Jahren wurden die Lebensanforderungen der Platanen-Doppelreihe zwischen Kölner Platz und Ursulaplatz nicht ausreichend berücksichtigt. Im Gegenteil, es wurde versucht, den natürlichen Starkwuchs dieser unpassenden Baumart mit drastischen, aber letztlich unwirksamen Maßnahmen zu verhindern. Die Flachwurzeln haben nicht genug Boden, in dem sie sich ausbreiten können. Sie zerstören Beton sowie den Pflasteruntergrund (siehe Fotos unten). Die starkwüchsigen Bäume kümmern, Stämme und Kronen sind kleiner als ihrem Alter entsprechen würde.

Zum Vergleich: Zwischen Fischerplatz und der neuen Einkaufspassage steht eine Platane in einem großen runden Hochbeet. Diese wurde zur selben Zeit wie die Platanen-Doppelreihe gepflanzt. Sie hat offensichtlich über- und unterirdisch ausreichend Raum und Lebensgrundlagen, so dass sie nun eine schöne, gleichmäßig ausgebildete Krone, einen stabileren Stamm und vermutlich ein entsprechend gesundes Wurzelsystem ausbilden konnte. Sie ist dort dauerhaft überlebensfähig (siehe Foto). 

Platane2

Dagegen steht die Platanen-Doppelreihe zu dicht an den Gebäuden. Die Baumkronen können sich in dieser Richtung nicht entwickeln bzw. werden zurückgeschnitten.  Entsprechend ungleichgewichtig sind sie ausgebildet. Sie beugen sich und bilden mit der gegenüberliegenden Baumreihe das geschlossene Blätterdach, welches wir TroisdorferInnen im Sommer so lieben (siehe Foto).

Platane1

Wir GRÜNE möchten dauerhaft ein solches Blätterdach mit bequemen, schönen Sitzbänken und mit Möglichkeiten für Außengastronomie darunter erhalten bzw. schaffen. Wie das erfolgen kann, muss noch geprüft werden.

Zur Sanierung der Fußgängerzone wurde ein Gestaltungswettbewerb ausgeschrieben. In der Jury haben Verwaltung und von ihr ausgewählte Architekten und Landschaftsarchitekten entschieden. VertreterInnen der Politik haben teilgenommen, sie hatten aber kein Stimmrecht.

Der Siegerentwurf sah ursprünglich die Fällung sehr vieler Bäume vor. Zur Weiterentwicklung und Modifizierung des Siegerentwurfes gab es Gesprächsrunden mit VertreterInnen der Fraktionen. Eine Oppositionsfraktion wollte sich daran nicht beteiligen. Aber wir GRÜNE haben die Chance genutzt und uns neben anderen Forderungen auch sehr stark für die Erhaltung möglichst vieler Bäume eingesetzt.

Am 23.1.2014 wurden die Wurzelräume rund um drei Platanen-Hochbeete geöffnet, um einem Fachgutachter und den BürgerInnen Gelegenheit zur Überprüfung und zur Diskussion zu geben.

Baumscheibe6

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Weil bei der mehrjährigen Sanierungsmaßnahme ZITI – Zukunftsinitiative Troisdorfer Innenstadt der Bauabschnitt mit der Platanen-Doppelreihe zuletzt saniert wird, ist auch genügend Zeit für das Testen von Erhaltungsmaßnahmen, wie z.B. starken Baumrückschnitt.

Vielleicht haben Sie Anregungen oder Ideen für die Troisdorfer Innenstadt. Dann lassen Sie es uns wissen:    www.troisdorf2020.de

PRESSEMITTEILUNG 19.07.2013 Fußgängerzone: GRÜNE fordern nachhaltige, zukunftsfähige Entscheidungen

„Vor 25 Jahren, zu Zeiten absoluter SPD-Mehrheiten, wurden deutliche Fehler gemacht: Die Platanen sind als langjährig frei wachsende Baumart für diesen Standort ungeeignet. Es war falsch, so großwüchsige Bäume in enge Hochbeete mit unzureichender Durchlüftung zu zwängen. Ähnlich wie beim Bürgerhaus zeigt sich die SPD unbelehrbar und will „ihre Werke“ erhalten, gegen jeden Sachverstand“, so Thomas Möws, grüner Fraktionssprecher.

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