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Biodiversitätskonzept für Troisdorf

07.11.2013

 

Biodiversitätskonzept für Troisdorf

Beschlussentwurf: Die Verwaltung erstellt in 2014 ein Biodiversitätskonzept für Troisdorf unter Berücksichtigung folgender Aspekte:

– Maßnahmen zum Insektenschutz

– Berücksichtigung von heimischen und ungefüllten Blütenpflanzen bei der zukünftigen Grünpflege

– Verwendung kleinerer Gehölze, Stauden und Zwiebelpflanzen mit Erhalt der natürlichen Wuchsform- Maßnahme zur Erprobung von Blütensamenmischungen mit geringem Schnittaufwand auf     Verkehrsinseln, -kreiseln und als Straßenbegleitgrün

– Maßnahmen zur deutlichen Steigerung der Dachbegrünungen auf städtischen und privaten Dächern

– Maßnahmen zur Reduzierung des Pestizideinsatzes durch die Stadt und im städtischen Auftrag tätige Unternehmen

– Maßnahmen zur Reduzierung von Lärm und Tierverlusten durch Laubbläser oder –sauger

– Maßnahmen zur Entsiegelung, z. B. von Verkehrsinseln

– Prüfung eines Wechsels der Grünpflege auf extensive Bewirtschaftung

Naturschutzverbände und –vereine, interessierte Firmen und die kommunalen Tochterunternehmen sollen in die praktische Ausgestaltung des Konzeptes, so weit möglich, eingebunden werden. Nachbarkommunen sollen ebenfalls in einer interkommunalen Zusammenarbeit für ein aufeinander abgestimmtes Biodiversitätskonzept gewonnen werden. Die Ausgaben sind kostenneutral durch Einsparungen z. B. durch die Vermeidung von schnittintensiven Rasenmischungen oder stark wachsenden zu decken.

 

Begründung: Als Gründungsmitglied des Kommunalen Bündnisses für biologische Vielfalt steht Troisdorf in einer besonderen Vorbildfunktion. Bislang hat die Stadt kein einheitliches, gesamtsstädtisches Konzept für die Ausgestaltung der Troisdorfer Biodiversität. Mit der Einrichtung des Umweltbüros hat die Stadt nun erstmalig die Möglichkeit personell ein solches Konzept zu entwickeln und auszubauen. Mit den bereit gestellten Mitteln des Umweltbüros sowie mit Einspareffekten in der Grünpflege gelingt es dem Biodiversitätsgedanken Rechnung zu tragen ohne den Haushalt weiter zu belasten.

Ansprechpartnerin:  Edith Geske